1. Start
  2. Ratgeber
  3. Balkon-Speicher
Ratgeber · Balkonkraftwerk

Für wen lohnt sich ein Speicher am Balkonkraftwerk?

Ein Speicher lohnt sich, wenn dein Balkonkraftwerk mittags viel mehr Strom erzeugt, als du gerade brauchst, und der Aufpreis klein genug ist. Für viele Haushalte mit kleiner Anlage trifft das nicht zu.

Warum ohne Speicher Strom verloren geht

Ein Balkonkraftwerk spart nur den Strom, den du im selben Moment verbrauchst. An einem sonnigen Mittag liefern 900 Wp Module rund 700 Watt. Läuft zuhause gerade nur Kühlschrank, Router und Standby, also 100 bis 200 Watt, fließt der Rest ins Netz. Dafür gibt es bei Balkonkraftwerken meist kein Geld.

Ohne Speicher nutzt ein Haushalt, der tagsüber aus dem Haus ist, deshalb je nach Anlage oft nur die Hälfte bis drei Viertel des Solarstroms selbst. Je größer die Module, desto mehr geht verloren.

Was der Speicher ändert

Der Speicher nimmt den Überschuss vom Mittag auf und gibt ihn abends und nachts ab, wenn die Grundlast weiterläuft. Bei Balkon-Speichern sitzt er meist vor dem Wechselrichter. So kann er auch Leistung aufnehmen, die sonst an der 800-Watt-Grenze verloren ginge.

Im Winter hilft er wenig: Dann reicht der Ertrag kaum, um den Tagesverbrauch zu decken, und es bleibt nichts zum Speichern.

Wann es sich rechnet

  • Viel Überschuss: große Module, Süd-Ausrichtung, tagsüber niemand zuhause.
  • Stetige Grundlast am Abend: 100 bis 200 Watt, die der Speicher über Nacht decken kann.
  • Kleiner Aufpreis: Der Speicher rechnet sich nur, wenn er sich vor dem Ende seiner Lebensdauer bezahlt macht, also meist innerhalb von 10 Jahren.
  • Hoher Strompreis: Jede gespeicherte Kilowattstunde ist so viel wert wie dein Arbeitspreis.

Wann eher nicht

  • Wenn tagsüber jemand zuhause ist und den Solarstrom schon direkt verbraucht.
  • Bei kleinen Anlagen oder Modulen am Geländer, die selten mehr liefern, als die Grundlast braucht.
  • Wenn der Speicher mehr kostet als das ganze Balkonkraftwerk und nur wenige hundert Kilowattstunden im Jahr zusätzlich nutzbar macht.
Faustregel: Teile den Aufpreis für den Speicher durch die zusätzliche Ersparnis pro Jahr. Liegt das Ergebnis über 10 Jahren, lohnt sich der Speicher kaum.
Rechne es für deinen Haushalt nach Der Speicher-Rechner simuliert alle 8.760 Stunden des Jahres für deine Anlage und deinen Verbrauch.